Schriftsteller mit Hang zum Glücksspiel

Schriftsteller mit Hang zum Glücksspiel

Zwischen Genie und Wahnsinn liegt ein schmaler Grat. Dies trifft auch auf geniale Schriftsteller zu, denn sie haben meist genauso ihre Laster und Probleme wie normale Menschen auch. Aus diesem Grund sollte man das Glücksspiel nicht nur als pure Sucht verteufeln, sondern es als Quelle für Inspiration oder zumindest als kreativen Zeitvertreib während einer Schreibpause betrachten. In diesem Artikel werden zwei Schriftsteller vorgestellt, von denen es kein Geheimnis ist, dass sie gerne ihr Glück im Casino oder bei anderen Spielen auf die Probe gestellt haben.

Gotthold Ephraim Lessing

Lessing lebte von 1729 bis 1781 und ist einer der wichtigsten Vertreter der deutschen Aufklärung. Als er im Alter von 32 Jahren der Sekretär des preußischen Generals Tauentzien geworden war, begann er über den Zufall nachzudenken. Viel Freizeit, ein geregeltes Einkommen und akute Langweile führten letztendlich dazu, dass er sich immer öfter und leidenschaftlicher des Spiels hingab. Auch der Briefwechsel mit Eva König gibt Aufschluss über seine Spielsucht und lässt darauf schließen, dass auch Genies eigentlich nur Menschen sind.

Es ist unverkennbar, dass die Spielsucht Lessing nicht zugrunde richtete, sondern ihn beflügelte und unterhielt. Wenn auch Sie Ihr Glück bei Sportwetten oder im Casino versuchen wollen, denken Sie an Lessing oder Dostojewski, vielleicht wird dann aus Ihnen der nächste unsterbliche Schriftsteller des 21. Jahrhunderts?

Fjodor Dostojewski

Ein weiterer Schriftsteller, der als spielsüchtig bezeichnet werden kann, ist Fjodor Dostojewski. Sein Roman Der Spieler handelt von den Roulette-Erlebnissen, die der Autor in Wiesbaden und Baden-Baden gesammelt hat. Er war ein Sozialist und sollte im Dezember 1849 im Alter von 28 Jahren auf dem Paradeplatz der Semjonowski-Garde hingerichtet werden. Das Todesurteil wurde glücklicherweise in Zwangsarbeit und Festungshaft umgewandelt.